Dienstag, 16. Februar 2010

Mexico trifft Peru ...

. sprich, der Farbstoff Cochenille der mexikanischen Schildlaus trifft auf eine edle Merino/Seide 50/50 Wolle aus Peru ... . Diese Färbung erfordert Sorgfalt und Mut zur Überraschung ...
je nach Beize, Konzentration und Einwirkzeit entstehen nahezu
bis zu 2 Dutzend unterschiedliche Farbtöne im rosa/lila/violett Bereich ... .
Der Farbstoffträger wird gemörsert und über Nacht eingeweicht ... Es entsteht ein Brei, der mit Wasser verdünnt 1/4 Stunde kochen muss ... Dabei entsteht eine ölige Schicht und eine Art Schaum, beides muss sorgfältig entfernt werden ... die restliche Mischung wird abgeseiht ... . und dann wird es spannend ... .
Ich hatte mir ein Rezept für Tiefviolett ausgesucht ... . Ich muss sagen, mein Herz schlug höher ...
Nicht jeden Tag färbe ich mit so einer edlen Wolle ...
die zudem so eine Prozedur aushalten muss ...
. Also, die zuvor 1Std. kochend gebeizte Wolle musste nun auch noch im Farbsud 1Std. kochen ... . Ab und zu vorsichtig wenden, die Abbindebereiche dürfen nicht zu stramm sein, sonst gibt es helle Stellen ... dann ohne Temperaturschock abkühlen und spülen ... . Und das Ergebnis ... ein unbeschreiblich schöner Pflaume/Mauve-Ton ...
die Wolle ... ein Traum beim Anfühlen ... alles gut überstanden ...
.

1 Kommentar:

  1. Hui das ist interessant, beim Lesen stieg richtig meine Spannung - toll geschrieben hast Du das! Und die Wolle ist ein Traum! Wunderschön, einfach wunderschön. LG Kuestensocke

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