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Samstag, 25. Juli 2026

Das Mädchenauge . . .

und zwar die Sorte Coreopsis tinctoria !! darf jedes Jahr bei meinen Färbungen nicht fehlen. Die Blüten verzaubern bei der Färbung mit wunderschönen orangen- bis zimtfarbenen Nuancen.

Die Pflanzen ziehe ich per Samen im Frühjahr vor und dann darf die Kinderstube nach den Eisheiligen nach draußen ins Hochbeet umziehen.

Bis in den Herbst hinein blüht die Pflanze unermüdlich . . . und ich sammele sie Woche um Woche . . . Gramm um Gramm die Blüten . . . 🌼 🌼 🌼 . . . sie lassen sich unproblematisch einfrieren.

In diesem Jahr gedeihen die Pflanzen besonders gut . . . geplant ist im Herbst deshalb auch eine separate Färbung mit dem Kraut.










Rezept:
Blüten über Nacht wässern
Am nächsten Tag aufkochen und 1 Std. leicht simmern lassen
Den Sud abseihen, die Blüten kommen in einen Färbebeutel
Den Sud etwas abkühlen lassen
Die vorgebeizte Wolle mit dem Färbebeutel
 im Sud 1 Std. köcheln lassen
Gründlich abkühlen lassen
Danach kann die Wolle gespült werden
Ich hatte eine gute Handvoll an Blüten, gefärbt wurde 100gr. Alpakawolle . . . 













Dienstag, 2. Juni 2026

Die schwarze Stockrose . . .


es lohnt sich, auf diese Blüten 2 Jahre zu warten . . .
 
Diesesmal durfte ich mich über 75gr. geschenkte Blüten freuen . . . 💜🖤💜 . . . 

Diese Pflanze beherrscht ein hohes Potenzial an Farbnuancen . . . 
Diese bewegen sich je nach Wolle/Faser spielend im blau- grün- grau Bereich.

Ganz edel ( für mich ) auf Garne/Fasern mit einem Seidenanteil . . . ich bevorzuge Tussahseide . . . !

Noch ein Phänomen  . . . die Farbkraft der getrockneten Blüten bleibt bis zu 12 Jahren bestehen . . . und auch die wunderschön tiefviolette Blütenfarbe . . . fast schon Blütenpoesie . . . !







Gefärbt wurde 185gr. versponnene Merino-Tussahfaser . . . ferner 350gr. eines Merino-Alpakagarnes . . . 

Rezept:
Die Wolle über Nacht in der Kaltbeize beizen . . .
Die Blüten mit rund 6 Liter kochendem Wasser übergießen und ca. 15Min. ziehen lassen.
Blüten und Farbsud per Sieb trennen, Blüten dabei in einem Gazebeutel auffangen.
Gazebeutel wieder dem Sud hinzufügen.
Den Sud auf ca. 50° abkühlen lassen.

Färbung in 5 Durchgängen, beginnend mit der Seide . . . danach jeweils die Wolle.
Den Sud auf ca. 80° erwärmen und 1Std. leicht simmern lassen.
Den Sud gut abkühlen lassen . . . danach die Wolle mit identischer Temperatur spülen.
Danach vollständig trocknen lassen.













Tipps für das Fotografieren von Pflanzenfärbungen:

Direktes Sonnenlicht vermeiden.
Einen grauen Untergrund bevorzugen, das entspricht der sog. Graukarte in der Fotografie.
Makro- und Heranzoomen verändert meist stark die Farbe, mit der Weitwinkeleinstellung gelingt es authentischer.
Bei der Bearbeitung z.B. mit der Temperatureinstellung spielen.


Freitag, 15. Mai 2026

Birkenlicht . . .

 Während einer Hunderunde entdeckten wir 🐕 eine frisch umgestürzte Birke am Rande einer Fichtenschonung . . . die Blätter noch frischgrün . . . durchsetzt von vielen sog. Kätzchen . . . das passte perfekt in mein geplantes Färbevorhaben.

Also durften rund 300gr. Blätter plus Kätzchen mit nach Hause . . . diesesmal brauchte ich nicht an die Blätter der noch intakten Birken . . . 



Den Sud herstellen: 150gr. Blätter mit Kätzchen ruhig 2 Tage kalt einweichen, dann 1 Stunde auskochen . . . 


Blätter und Sud trennen, Blätter haben deutlich an Farbe verloren . . . der Sud sieht eher unspektakulär aus . . . 


Vorgebeizt wurde 300gr. Wolle, ein Merino/Alpakagarn . . . gefärbt in 2 Durchgängen . . . 


Die Fotos sprechen für sich, schon beim Versenken der Wolle zeigte sich die Farbkraft der Birke . . . 






Rund 1 Stunde köchelte die Wolle im Sud . . . danach kühlte beides ab . . . 


Der 1. Durchgang . . . 


Ergänzt durch den 2. Durchgang . . . 


Beide Töne werden mit Indigo nachbehandelt  . . . 




Freitag, 8. Mai 2026

Fertiggestellt . . .

 der Wald- und Wiesenpullover  . . .

Tatort Sauerland 🧡 💚 💛 ❤️  . . .




Mittwoch, 15. April 2026

Hier wächst Runde um Runde . . .

 
mein Wald- und Wiesenpullover . . . 

Auf vielen Hunderunden entdeckt, und, bei diverser Unkenntnis,  Bestimmung und Färbetauglichkeit erforscht.

Gefärbt wurde reine, deutsche Merinoschafwolle . . . ich unterstütze gerne lokale Schäfereien und weiterverarbeitende Spinnereien  🐑 . . . !

Die deutsche Merinowolle ist etwas griffiger und nimmt Pflanzenfarben wunderbar klar an.

Unbestritten gehört dazu natürlich der richtige Pflückzeitpunkt und Wissen um Beiz- und Färbetechnik.

Gefärbt wurde mit Wiesenlabkraut, Birkenblätter,  Mädesüß, roten Haselnussblättern, FärberHundskamille, Johanniskraut, der schwarzen Stockrose und der schwarzen Königskerze, nuanciert mit LacDye . . . hier LacDye als einzigen "Exoten" in der Runde . . . !








Dienstag, 3. März 2026

Lila Dahlienblüten . . .

 
haben ihren letzten Auftritt auf der Färbebühne . . . 





Die Färbung auf einem reinen Alpakagarn ergab ein warmes maisgelb . . . 

Mittwoch, 25. Februar 2026

Färbeexperimente . . .


 mit einem besonderen Garn.

Wie verhält sich ein Garn, 
welches aus einer Baumwollhülle mit hineingepusteten Merino- und Alpakafasern besteht ?

Zur Vertiefung: Alle 3 Fasern reagieren unterschiedlich auf Naturfarben, wobei die Baumwolle, hier als Hülle, besonders schwer zu färben ist, da keine tierische Faser.


Das wollte ich mit einer Pilz- und Zwiebelschalenfärbung herausfinden.

Das Garn wurde in 5 Portionen a 10gr. verteilt und gebeizt.

Der Pilz, hier der nördliche Zinnoberschwamm, wurde in kleine Stücke geschnitten, über Nacht eingeweicht, der Sud dann durch 1 Stunde köcheln lassen hergestellt. Die Pilzstückchen wurden per Sieb entfernt.

Für das Experiment reichten ganze 10gr., ein kleiner Topf und ca. 300ml Wasser.



Der kleine Wollstrang durfte nun 1 Stunde in diesem Sud vor sich hin köcheln.



Die rote Zwiebelfärbung ergab mit nur 10gr. Schalen für 4 ×10gr. Wolle 3 Färbedurchgänge.


Für diese Färbung wurde der Sud kalt angesetzt, Wollstrang und Zwiebel kamen als Kontaktfärbung zusammen in den Topf und köchelten wieder 1 Stunde.

Nacheinander wurden 3 Färbedurchgänge, sog. Züge, hergestellt.


Die Stränge trockneten über Nacht, wurden dann gespült und durften endtrocknen.

Die danach gestrickten Proben zeigen sehr anschaulich die Farbergebnisse, diese doch sehr zarte, filigrane Wolle hat die ganz Färbeprozedur ohne Einschränkung überstanden.


Von links nach rechts: Zwiebelfärbung 1. - 3. Zug, dann die Pilzfärbung





Donnerstag, 12. Februar 2026

Der Februar benötigt Farbe . . .


das schaffen spielend die letzten eingefrorenen Dahlien des Vorjahres. 
Jedes Jahr bekomme ich die Blüten aus dem Garten meiner Freundin, 
bevor sie die Knollen frostbedingt ausgraben muss . . . 🧡💛♥️ . . .





Und . . . gut Ding braucht Zeit . . . 

Im Vorfeld wurden Fasern von 10 Schafrassen versponnen . . . etikettiert . . . und gebeizt.







Der Sud der Dahlienblüten wird mit rund 7 Liter kochendem Wasser hergestellt . . . 
zieht rund 15 - 25 Minuten . . . danach werden die nun blassen Blüten entfernt.

Und dann . . . der Färbevorgang . . .




Den Sud mit Wolle kurz aufkochen lassen . . . 
1 Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen . . . 
Alles abkühlen lassen, ruhig über Nacht . . . 
Wolle 1-2× spülen . . . fertig . . . !!






Ein leuchtendes Orange in 10 feinen Nuancierungen  . . . ein schöner Start in das neue Färbejahr . . . !!