Posts mit dem Label regionale Färbepflanzen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label regionale Färbepflanzen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 9. Oktober 2026

Das Quessantschaf . . .


ist das kleinste Schaf der Welt und ich hatte das Glück, ein naturweisses Vlies zu bekommen . . .
Idealerweise hatte der Schäfer schon eine gewisse Vorarbeit geleistet  . . . vorsortiert, das Vorhandensein von Heu, Spreu, Kletten usw. durch vorbeugende Haltungsbedingungen reduziert.

Für diese nicht selbstverständliche Motivation sollte eine gewisse Vermarktungskette bestehen.

Ideal ist es, aber nicht immer möglich, wenn sich das Vlies entsprechend der Körperform ausbreiten lässt.










Bis zum Verspinnen sind es einige Schritte:

Die Faser auflockern, kurze Stücke entfernen, letztes Grünzeug rauszuholen . . . diese Faserwolken werden gewaschen, gespült, geschleudert und ausgebreitet getrocknet.
Dann entweder mit der Trommelkarde oder der Handkarde kämmen.









Nach dem Verspinnen hat sich die ganze Mühe gelohnt . . . trotz der etwas robusteren Wolle des Quessantschafes fühlt sich die Wolle angenehm an, Ideal für Überziehpullover, Westen usw.





Ich habe die Stränge mit dem echten Labkraut, örtlich gesammelt und der Ratanhiawurzel gefärbt.




Samstag, 3. Oktober 2026

In Vorbereitung . . .

 

Blüten, Blätter, Wurzeln, Pilze . . . Kastanien . . . !




















Einmal quer durch das Jahr . . . gesät, gesammelt . . . drinnen, am Balkon, draussen in der Natur, geschenktes, gefundenes . . . eingefrorenes, bereitgelegtes . . . wartet . . . 



 . . . auf fertig versponnene Fasern . . . !

Dabei diesesmal . . . ❔️❔️❔️❔️ . . . !



Donnerstag, 3. September 2026

Wenn das Indigopulver . . .

mit dem Goldrutenkraut in der Färbeecke tuschelt, dann wird es spannend  . . . 🔵  🟡  🟢  . . . !

Das Ergebnis wie folgt:

Eine Indigoküpe und dann ein Färbebad herstellen

Schafwolle naturfarben zu einem helleren Blau färben, neutralisieren und dann beizen

Aus dem Goldrutenkraut einen Sud herstellen

Den blauen Strang in diesem Sud rund 1.Std simmern lassen

Wolle im Sud abkühlen lassen, den Strang über Nacht aufhängen, dann spülen . . . 

Einen weiteren gebeizten Strang naturfarben im Goldrutensud färben, weiter wie oben beschrieben . . . 











Samstag, 25. Juli 2026

Das Mädchenauge . . .

und zwar die Sorte Coreopsis tinctoria !! darf jedes Jahr bei meinen Färbungen nicht fehlen. Die Blüten verzaubern bei der Färbung mit wunderschönen orangen- bis zimtfarbenen Nuancen.

Die Pflanzen ziehe ich per Samen im Frühjahr vor und dann darf die Kinderstube nach den Eisheiligen nach draußen ins Hochbeet umziehen.

Bis in den Herbst hinein blüht die Pflanze unermüdlich . . . und ich sammele Woche um Woche . . . Gramm um Gramm die Blüten . . . 🌼 🌼 🌼 . . . sie lassen sich unproblematisch einfrieren.

In diesem Jahr gedeihen die Pflanzen besonders gut . . . geplant ist im Herbst deshalb auch eine separate Färbung mit dem Kraut.










Rezept:
Blüten über Nacht wässern
Am nächsten Tag aufkochen und 1 Std. leicht simmern lassen
Den Sud abseihen, die Blüten kommen in einen Färbebeutel
Den Sud etwas abkühlen lassen
Die vorgebeizte Wolle mit dem Färbebeutel
 im Sud 1 Std. köcheln lassen
Gründlich abkühlen lassen
Danach kann die Wolle gespült werden
Ich hatte eine gute Handvoll an Blüten, gefärbt wurde 100gr. Alpakawolle . . . 













Dienstag, 2. Juni 2026

Die schwarze Stockrose . . .


es lohnt sich, auf diese Blüten 2 Jahre zu warten . . .
 
Diesesmal durfte ich mich über 75gr. geschenkte Blüten freuen . . . 💜🖤💜 . . . 

Diese Pflanze beherrscht ein hohes Potenzial an Farbnuancen . . . 
Diese bewegen sich je nach Wolle/Faser spielend im blau- grün- grau Bereich.

Ganz edel ( für mich ) auf Garne/Fasern mit einem Seidenanteil . . . ich bevorzuge Tussahseide . . . !

Noch ein Phänomen  . . . die Farbkraft der getrockneten Blüten bleibt bis zu 12 Jahren bestehen . . . und auch die wunderschön tiefviolette Blütenfarbe . . . fast schon Blütenpoesie . . . !







Gefärbt wurde 185gr. versponnene Merino-Tussahfaser . . . ferner 350gr. eines Merino-Alpakagarnes . . . 

Rezept:
Die Wolle über Nacht in der Kaltbeize beizen . . .
Die Blüten mit rund 6 Liter kochendem Wasser übergießen und ca. 15Min. ziehen lassen.
Blüten und Farbsud per Sieb trennen, Blüten dabei in einem Gazebeutel auffangen.
Gazebeutel wieder dem Sud hinzufügen.
Den Sud auf ca. 50° abkühlen lassen.

Färbung in 5 Durchgängen, beginnend mit der Seide . . . danach jeweils die Wolle.
Den Sud auf ca. 80° erwärmen und 1Std. leicht simmern lassen.
Den Sud gut abkühlen lassen . . . danach die Wolle mit identischer Temperatur spülen.
Danach vollständig trocknen lassen.













Tipps für das Fotografieren von Pflanzenfärbungen:

Direktes Sonnenlicht vermeiden.
Einen grauen Untergrund bevorzugen, das entspricht der sog. Graukarte in der Fotografie.
Makro- und Heranzoomen verändert meist stark die Farbe, mit der Weitwinkeleinstellung gelingt es authentischer.
Bei der Bearbeitung z.B. mit der Temperatureinstellung spielen.