Posts mit dem Label Wolle färben mit Pilzen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wolle färben mit Pilzen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 25. Februar 2026

Färbeexperimente . . .


 mit einem besonderen Garn.

Wie verhält sich ein Garn, 
welches aus einer Baumwollhülle mit hineingepusteten Merino- und Alpakafasern besteht ?

Zur Vertiefung: Alle 3 Fasern reagieren unterschiedlich auf Naturfarben, wobei die Baumwolle, hier als Hülle, besonders schwer zu färben ist, da keine tierische Faser.


Das wollte ich mit einer Pilz- und Zwiebelschalenfärbung herausfinden.

Das Garn wurde in 5 Portionen a 10gr. verteilt und gebeizt.

Der Pilz, hier der nördliche Zinnoberschwamm, wurde in kleine Stücke geschnitten, über Nacht eingeweicht, der Sud dann durch 1 Stunde köcheln lassen hergestellt. Die Pilzstückchen wurden per Sieb entfernt.

Für das Experiment reichten ganze 10gr., ein kleiner Topf und ca. 300ml Wasser.



Der kleine Wollstrang durfte nun 1 Stunde in diesem Sud vor sich hin köcheln.



Die rote Zwiebelfärbung ergab mit nur 10gr. Schalen für 4 ×10gr. Wolle 3 Färbedurchgänge.


Für diese Färbung wurde der Sud kalt angesetzt, Wollstrang und Zwiebel kamen als Kontaktfärbung zusammen in den Topf und köchelten wieder 1 Stunde.

Nacheinander wurden 3 Färbedurchgänge, sog. Züge, hergestellt.


Die Stränge trockneten über Nacht, wurden dann gespült und durften endtrocknen.

Die danach gestrickten Proben zeigen sehr anschaulich die Farbergebnisse, diese doch sehr zarte, filigrane Wolle hat die ganz Färbeprozedur ohne Einschränkung überstanden.


Von links nach rechts: Zwiebelfärbung 1. - 3. Zug, dann die Pilzfärbung





Freitag, 18. April 2025

Mit dem nördlichen Zinnoberschwamm . . .

 starte ich in das Färbejahr 2025 . . . 

Ich bin gespannt, ob noch Färbekraft besteht . . . übers Jahr hatte ich den Pilz immer wieder einmal angeschaut auf meinen Hunderunden, er wuchs auf Totholz und war natürlich oft nicht zu sehen ob der wuchernden Natur um ihn herum.

Letzte Woche wurden dann aus einem Impuls heraus einige Stücke zu Färbezwecken mitgenommen.





Die Pilzstücke werden auf ca. 1,5 × 1,5 cm kleingeschnitten und über Nacht gewässert.

Parallel Alpaka- und CoburgerFuchsschafwolle in die Beize gelegt.




Der Farbsud ergibt sich wie folgt:
Pilzstücke und Wasser aufkochen und 1 Std. leicht köcheln lassen . . . etwas abkühlen lassen, die festen Bestandteile entfernen.
Die gebeizte Wolle in den Farbsud einlegen, kurz aufkochen und auf kleiner Flamme 1 Std. ziehen lassen . . . dann abkühlen lassen.

Die Wolle ohne Temperaturschock spülen, trocknen, fertig . . . !



Die Fuchsschafwolle Ausgangsfarbton creme ergab ein zartes orange . . . 🧡 . . . !


Die Alpakawolle Ausgangston ein müdes beige ergab ein lebhaftes beigeorange . . . !