Freitag, 24. Dezember 2010

Alles ist eins ...

. . Alles ist eins . . Einmal, am Rande des Hains, stehn wir einsam beisammen und sind festlich, wie Flammen fühlen: Alles ist Eins. . Halten uns fest umfaßt; werden im lauschenden Lande durch die weichen Gewande wachsen wie Ast an Ast. . Wiegt ein erwachender Hauch die Dolden des Oleanders: sieh, wir sind nicht mehr anders, und wir wiegen uns auch. . Meine Seele spürt, daß wir am Tore tasten. Und sie fragt dich im Rasten: Hast Du mich hergeführt? . Und du lächelst darauf so herrlich und heiter und: bald wandern wir weiter: Tore gehn auf.. . Und wir sind nicht mehr zag, unser Weg wird kein Weh sein, wird eine lange Allee sein aus dem vergangenen Tag. . . Rainer Maria Rilke . . Für Jan ... mit Gedanken bei dir ...
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